Bundesgerichtshof terminiert Anhörungen zu Rückforderungen bei illegalem Online-Glücksspiel
Geschrieben von Logan Schmitz · 27.9.2026

Bundesgerichtshof terminiert Anhörungen zu Rückforderungen bei illegalem Online-Glücksspiel

Der Bundesgerichtshof hat Anhörungen für den 17. September 2026 in zwei Verfahren angesetzt, die sich mit Rückerstattungsansprüchen von Verlusten aus nicht autorisiertem Online-Casino- und Poker-Glücksspiel befassen, und diese Termine betreffen die Fälle I ZR 216/25 mit Tipico Games sowie I ZR 78/25 mit PokerStars und TSG, während die Verfahren grundlegende Aspekte der Haftung, der Erstattung bei illegalen Aktivitäten und der Zuständigkeit bei Beteiligung von Spielern aus dem Ausland behandeln.
Details zu den anhängigen Verfahren
Die geplanten Anhörungen konzentrieren sich auf spezifische Fragen der Haftung von Plattformbetreibern, wenn Spieler Verluste aus Aktivitäten geltend machen, die gegen deutsche Vorschriften verstoßen, und die Verfahren beleuchten zudem, wie Gerichte mit Fällen umgehen, in denen Teilnehmer aus dem Ausland agierten, wobei die Entscheidungen mögliche Auswirkungen auf ähnliche Klagen in anderen Regionen haben könnten, während Experten die Entwicklung dieser Rechtsprechung beobachten.
Rechtliche Kernfragen im Fokus
Zu den zentralen Themen gehören die Bestimmung der Haftung für Anbieter, die ohne erforderliche Genehmigungen operieren, sowie die Möglichkeit von Rückerstattungen für eingesetzte Beträge, die in solchen Umgebungen verloren gingen, und gleichzeitig erörtern die Verfahren, welche Gerichtsbarkeit greift, wenn Spieler ihren Wohnsitz außerhalb Deutschlands haben, was zu komplexen Abwägungen zwischen nationalem Recht und internationalen Beteiligungen führt, während Beobachter die Auswirkungen auf bestehende Regulierungen verfolgen.
Die Fälle werfen Licht auf die Schnittstellen zwischen deutschem Glücksspielrecht und grenzüberschreitenden Aspekten, wobei die Anhörungen im September 2026 erste Klarstellungen zu diesen Punkten erwarten lassen, und Daten aus vergleichbaren Verfahren in der EU zeigen, dass ähnliche Fragestellungen bereits in anderen Mitgliedstaaten diskutiert wurden, während EU-Richtlinien als Referenz dienen könnten.
Auswirkungen auf Beteiligte und Verfahren
Spieler, die Verluste aus nicht genehmigten Plattformen zurückfordern möchten, könnten von den bevorstehenden Entscheidungen betroffen sein, während Betreiber wie Tipico Games und PokerStars ihre Positionen in den Anhörungen darlegen werden, und die Verfahren berücksichtigen auch, wie Zuständigkeitsregeln bei ausländischen Teilnehmern anzuwenden sind, was zu detaillierten Prüfungen von Vertragsbedingungen und regulatorischen Rahmenbedingungen führt.

Die Termine im Jahr 2026 markieren einen wichtigen Schritt in der Klärung dieser Materie, und Berichte von Rechtsinstitutionen wie dem Bundesgerichtshof unterstreichen die Notwendigkeit präziser Regelungen in diesem Bereich, während vergleichbare Untersuchungen in Australien und Kanada auf parallele Herausforderungen hinweisen.
Zeitlicher Kontext und weitere Entwicklungen
Die Anhörungen finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem das deutsche Glücksspielrecht durch den Glücksspielstaatsvertrag geprägt ist, und die Verfahren beleuchten, wie Rückerstattungsansprüche in Fällen ohne gültige Lizenzen zu bewerten sind, wobei die Beteiligung ausländischer Spieler zusätzliche Schichten der Komplexität hinzufügt, und Beobachter erwarten, dass die Ergebnisse als Präzedenz für künftige Streitigkeiten dienen könnten.
Schlussfolgerung
Die für September 2026 terminierten Anhörungen beim Bundesgerichtshof bieten eine Plattform zur Erörterung zentraler Aspekte der Haftung und Zuständigkeit in illegalen Online-Glücksspiel-Fällen, und die Entscheidungen in den Verfahren I ZR 216/25 sowie I ZR 78/25 werden voraussichtlich relevante Leitlinien für ähnliche Ansprüche liefern, während die rechtlichen Entwicklungen in diesem Bereich weiter verfolgt werden.